Ordentlich chaotisch! Aufräumen mit Kindern „wie d‘ Ghüdermanne“.

Ordnung im Kinderzimmer: Ich zeige euch zwei tolle Strategien die ich zur Zeit anwende, welche tatsächlich Erfolge bringen!

Zu viel Zeug!

Eltern kennen es – Aufräumen mit Kindern ist ein klassischer Dauerbrenner! Kaum aufgeräumt und geputzt, sieht es nach einem halben Tag (manchmal auch nach 15 Minuten) wieder so aus wie zuvor.

Ein Grund dafür ist bei uns, dass wir einfach zu viele Dinge haben! Zu viel Spielzeug und zu viel Krimskrams. Die Kinder verlieren den Überblick und bespielen die einzelnen Spielsachen deshalb garnicht. Seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit dem Minimalismus Gedanken und versuche zunehmend alles was nicht geliebt oder gebraucht wird zu entsorgen (verschenken, verkaufen, wegwerfen).

Es fällt mir nicht leicht mich von Dingen zu trennen, aber doch kann ich erste Erfolge verzeichnen. Dinge zu verschenken tut gut, einiges zu verkaufen ebenfalls. Das Resultat, zum Beispiel ein ausgemisteter Keller oder ein aufgeräumtes Küchenregal motiviert zum dran bleiben.

Das Glück der Kinder hängt nicht von der Menge ihrer Spielsachen ab.

So wie ich es von mir kenne, haben auch meine Kinder Mühe sich von ihren Dingen zu trennen. Zu allem gibt es eine Geschichte und sie wollen es behalten. Weil nun aber auch unser drittes Kind, unsere Tochter, mit ihren 14 Monaten anfängt, ebenfalls ihren Teil zum Chaos in der Wohnung beizutragen, spürte ich Handlungsbedarf.

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Eine Chaosverursacherin am Werk.

Unser Experiment:

Was passiert, wenn wir einen Grossteil der Spielsachen in den Keller räumen?

Wir schafften also Platz im Keller und deponierten nach und nach Spielsachen dort.  Interessanterweise vermissen die Kinder fast nichts davon. Das übersichtlichere Kinderzimmer fördert die Kreativität und lässt Raum für neue Ideen.

Kürzlich las ich von einer Familie, die sogar den kompletten Inhalt des Kinderzimmers in den Keller verfrachtete und die Kinder seither jeweils 10 Spielsachen dort ausleihen können wie in einer Ludothek und Bibliothek.

Bereits durch diese wenigen Veränderungen spüre ich bei mir Entlastung. Ich habe zum Beispiel die Spielküche mit vielen kleinen Einzelteilen in den Keller geräumt, weil sie von den grösseren zwei Kindern nicht mehr genutzt wurde und meine Tochter noch zu klein ist, um richtig damit zu spielen. Sie beschränkte sich darauf, täglich den kompletten Inhalt auszuräumen und in der Wohnung zu verteilen. Niemand vermisst die Küche und ich spare damit mindestens 15 Minuten pro Tag die ich zum Aufräumen benötigte. So geht es mir mit vielen Dingen und ich bin motiviert, nach und nach unsere ganze Wohnung zu entrümpeln.

Mein erster Tipp zum ordentlichen Kinderzimmer lautet also: Entrümpeln! 

Der erste Schritt zum Weggeben ist der Keller.

Meinen Kindern fällt es viel leichter Dinge in den Keller zu räumen, weil sie es ja zu einem späteren Zeitpunkt wieder heraufholen können und es noch nicht „wirklich weg“ ist. Von Zeit zu Zeit werden wir aber auch im Keller gemeinsam entrümpeln und Dinge die seit Längerem dort sind und nie heraufgeholt wurden, weggeben. Ich habe mit den Dingen angefangen, die mich selber am meisten gestört haben. Die Spielküche, das übervolle Büchergestell, und die Chaoskisten, wo sich alles mögliche an Krimskrams gesammelt hat und eben dieser Inhalt regelmässig von den beiden kleineren Kindern ausgeleert wurde.

Nach dem Entrümpeln kommt das sinnvolle Verräumen des Übriggebliebenen:

Ich sortierte die restlichen Spielsachen neu, so dass sie für das jeweils passende Kind gut erreichbar sind und möglichst alles seinen Platz hat. Anstatt wie vorher alle Brettspiele aufgetürmt im Gestell zu lagern, hat nun jedes Kind sein eigenes Fach, wo die Spiele und Puzzles für sein Alter versorgt sind.

Es gibt noch viel zu tun und ich bin noch lange nicht dort, wo ich es gerne hätte, aber bereits jetzt stelle ich fest, dass die Kinder mit Dingen spielen, die sie vorher ignorierten und dass das Aufräumen weniger Zeit braucht.

Und wie räumen wir den restlichen Kram auf?

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Kindliche Vorstellung von einem ordentlichen Regal..

Unsere Geheimwaffe – Das Aufräumlied.

Ich habe eine Geheimwaffe um die Kinder zum Aufräumen zu bewegen. Sogar der jüngere Sohn (3 J.) lässt sich so wunderbar zum Mithelfen animieren. Die Rede ist von einem Aufräumlied. Aber nein, nicht so eines, wo man nach spätestens drei Wiederholungen bereits bereut, dass man das Chaos nicht schnell selber aufgeräumt hat und einem der, sagen wir mal „banale“ Text und die noch „banalere“ Melodie obendrein noch tagelang in den Alpträumen verfolgt.

Nein, ein Aufräumlied, das Spass macht und dass man sogar in Dauerschleife noch aushält.

Wieso ein Aufräumlied?

Eine Freundin erzählte mir von einem genialen Trick. Sie hat im Internet ein Aufräumlied auf youtube geschaut und ihre Kinder hatten begeistert dazu aufgeräumt. „Das probier ich auch aus.“ Gedacht, getan. Das Chaos liess nicht lange auf sich warten und ich suchte und fand auf youtube ein Aufräumlied. Eine Mutter singt in den höchsten Tönen „Eins, zwei, drei. Das Spielen ist vorbei…“. Die Kinder fanden es super und räumten begeistert auf, solange das Lied in Dauerschleife lief, was mich wiederum in schiere Verzweiflung ausbrechen liess. Noch tagelang verfolgte mich das Lied als Ohrwurm und ich wusste sofort: „So gehts nicht weiter! Es MUSS doch auf dieser weiten Welt ein etwas cooleres Aufräumlied geben?“ Ich konnte es nur leider nirgends finden. Was tat ich also in meiner Hilflosigkeit? Ich kontaktierte unseren Freund, den Musiker Christian Häni. „Häni, kannst du bitte ein cooles Aufräumlied erfinden für meine Kids? Eins wo ich nicht nach drei Mal hören durchdrehe?!“

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Und er hats getan!

Seither hab ich immer dieses Ass im Ärmel und ganz oft motiviert es die Kinder wirklich zum Aufräumen. Wir hören das Lied auch wirklich nur zum Aufräumen, so dass es eben speziell bleibt. Trotzdem singt selbst der dreijährige Sohn den ganzen Text begeistert mit: „Wie d Ghüdermanne, düe mir aues zämesammle… Chum mir rume uf i üsem Zimmer.. Süsch wirds ging wie schlimmer.. Mir versorge alli Sache.. Düe im Zimmer Ornig mache.. Blitzschnäll alles veruume.. Mir si so schnäll dass alli stuune..“

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Gewinnspiel:

Hörprobe Aufräumlied für Kinder: „Wie d‘ Ghüdermanne“ von Christian Häni (Halunke).

Ihr habt nun die Gelegenheit dieses Lied als Downloadlink zu gewinnen.

Teilnahmebedingungen:

  • Kommentiere hier auf dem Blog diesen Artikel, für wen du das Aufräumlied gewinnen willst und wieso diese Person ein Aufräumlied braucht?
  • Gehe auf Facebook und „like“ die Seite von Drei mal frei und Halunke
  • Für je ein zusätzliches Los teilst du den Artikel mit deinen Freunden auf Facebook, markierst Freunde die das ebenfalls interessieren könnte, oder abonnierst meinen Blog per Email.
  • Das Gewinnspiel endet am Sonntag 9.12.2018 um 21.00 Uhr.
  • Teilnahmeberechtigt sind alle Leserinnen und Leser von http://www.dreimalfrei.ch
  • Der oder die GewinnerIn wird ausgelost, schriftlich benachrichtigt und hier namentlich erwähnt. Falls er/sie innerhalb von 2 Wochen nicht auf meine Gewinnbenachrichtigung reagiert, verfällt der Gewinn.
  • Über den Wettbewerb wird keine Korrespondenz geführt. Barauszahlung und Rechtsweg sind ausgeschlossen.

Das Gewinnspiel ist beendet. Gewonnen hat Romana. Herzliche Gratulation!

Das wäre doch ein tolles, einmaliges Weihnachtsgeschenk?

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Quelle: http://www.halunkeonline.ch

Christian Häni – Sänger & Songschreiber von der Berner Band Halunke ist fester Bestandteil in der Schweizer Musikwelt. Bestimmt hast auch du schon den ein oder anderen Song von ihm im Radio gehört. Er kann einfach ein Bitzeli alles. Neben dem Entertainen auf der Bühne, spielt er auch Gitarre, komponiert und produziert Musik und nebst vielen anderen Projekten hat er eben auch noch ein cooles Aufräumlied für meine Kids erfunden. Auf halunkeonline.ch findest du aktuelle Konzertdaten und Videos.

Das Aufräumlied „Wie d Ghüdermanne“ kann man nicht kaufen.

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15 Antworten auf „Ordentlich chaotisch! Aufräumen mit Kindern „wie d‘ Ghüdermanne“.

  1. Das wäre der Hammer und würde wieder neuen Pfiff (oder überhaupt) in unser Aufräumen mit den Kindern geben. Übrigens sind wir auch gerade am Überlegen, was alles vorerst in den Keller kommt…
    toller Artikel und megacooles Gewinnspiel!

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  2. Dieses Aufräumlied wäre für unsere ganze Familie. Da würde selbst der Aufräummuffel Papa gerne dazu Aufräumen! Ich finde deinen Blog übrigens sehr Inspirierend. Dank diesem Beitrag bin ich gerade am Spiel- und Lernsachen minimieren.

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  3. Probiere mein Glück ebenfalls!
    Für Kind Nr. 2 wäre ein Aufräumlied sehr cool. Nr. 1 ist sehr ordentlich.
    Ich selber fände es auch cool bei meinen nächtlichen spontanen Aufräumaktionen coole Musik zu haben 🙂

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  4. Ich vrsuech mi glück au. Chlini Wohnig, 2 Kidis (gli 7J. und gli 4J.) Ich ha scho mega viel sache usprobiert au mit Musik, viellicht wär das s’richtige Lied für mini 2.

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  5. Schöner, sehr anregender und nützlicher Beitrag. Das Thema ist für alle Kinder, die im Ueberfluss an Dingen aufwachsen ein MUSS. Ueberfluss erfordert Ueberflussmanagement. H.A

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